Fenster mit Sprossen

Fenster mit Sprossen, auch als Sprossenfenster bezeichnet, sind Fenstertypen, bei denen die Glasfläche durch schmale Profile (Sprossen) optisch in Teilflächen unterteilt wird. Sie verbinden traditionelles Design mit moderner Verglasungstechnik und schaffen charakteristische Fassadenstrukturen. Sprossenfenster finden sich sowohl in historischen Gebäuden als auch in modernen Neubauten, wo sie Akzente setzen und das Lichtspiel beeinflussen. Die nachfolgenden Abschnitte erläutern Aufbau, Varianten und fachgerechte Umsetzung.

Fenster mit Sprossen

Fenster mit Sprossen – Aufbau und Gestaltungsprinzip

Ein Sprossenfenster besteht aus:

  • Rahmenprofil mit integrierten oder aufgesetzten Sprossen
  • Sprossen aus Aluminium, Holz oder PVC, die die Glasfläche in Segmente unterteilen
  • Verglasungseinheit (Isolierglas) hinter den Sprossen, meist als durchgehende Scheibe
  • Dichtungssystem zwischen Flügel und Rahmen für Dichtheit trotz Unterteilung

Je nach Ausführung können die Sprossen innen, außen oder beidseitig angebracht sein und variieren in Breite und Profilform.

Varianten und Sprossenarten

Typische Sprossenarten und -formen:

  • Aufgesetzte Sprossen: Schmale Leisten außen auf der Scheibe, traditionelles Erscheinungsbild
  • Innenliegende Sprossen: Profilstäbe zwischen zwei Glasscheiben, leicht zu reinigen und wartungsarm
  • Ornamentale Sprossen: Formprofile (rund, abgeflacht oder profiliert) für historische Stilrichtungen
  • Kombinierte Sprossen: Innenliegend kombiniert mit aufgesetzten Sprossen für plastische Wirkung
  • Rauten- oder Kreuzsprossen: Diagonal oder kreuzförmig angeordnete Sprossen für besondere Optik

Die Wahl richtet sich nach Architektur, Denkmalvorgaben und Reinigungsanforderungen.

Fenster mit Sprossen

Planung und Montage von Sprossenfenstern

So setzen Sie Sprossenfenster fachgerecht um:

  1. Gestaltungsplan erstellen: Sprossenraster, Breite und Anordnung anhand von Fassadenaufmaß und Stilvorlage definieren.
  2. Maßaufnahme: Exakte Vermessung von Breite, Höhe und Leibungstiefe – berücksichtigen Sie Sprossenaufbau.
  3. Profilauswahl: Rahmen- und Sprossenprofilmaterial (Holz, Aluminium, PVC) sowie Oberflächenfinish festlegen.
  4. Verglasung abstimmen: Durchgehende Isolierglasscheibe wählen, die den Sprossenaufbau innenliegend trägt.
  5. Montage:
    1. Rahmen setzen und ausrichten, Abstandskeile unter Sprossenposition platzieren.
    2. Verglasung einsetzen, Sprossen zwischen die Glasscheiben einklemmen oder aufsetzen.
    3. Dichtbänder und Montageschaum gemäß RAL-Montagerichtlinie einbauen.
    4. Aufgesetzte Sprossen außen sauber anleimen oder verschrauben, Fugen überlackieren.
  6. Abschlussprüfung: Kontrolle der Sprossenanpressung, Dichtheitstest bei Regen und Reinigungstest der Segmente.

Eine präzise Ausführung sichert dauerhafte Optik, bestmögliche Dichtheit und einfache Pflege der Sprossenfenster.

Nach oben scrollen