Scheibenreparatur

Scheibenreparaturen sind nur in engen Grenzen möglich. Kleinere Oberflächenschäden lassen sich polieren, punktuelle Steinschläge bei monolithischem Glas ggf. harzen. Bei Rissen, Folien- oder ESG-Schäden ist meist ein Austausch erforderlich. Sicherheit und optische Qualität stehen im Vordergrund.

Fenster austauschen

Was ist reparierbar – und was nicht?

  • Politur: Feine Kratzer außerhalb des Sichtfelds können poliert werden; Risiko optischer Verzerrungen beachten.
  • Harz-Injektion: Nur bei monolithischem Floatglas und kleinen Einschlüssen sinnvoll; nicht bei Isolierglas mit Randverbund.
  • Nicht reparabel: Risse im Verbund (VSG) mit Folienbeteiligung, thermische/Spannungsrisse, ESG-Schäden (Krümelbruch), Randverbundundichtigkeiten.

Entscheidung: Sicherheitsrelevante Bereiche (Bodennahe Verglasung, Geländer, Türen) bei Schäden grundsätzlich ersetzen.

Ablauf einer fachgerechten Kleinreparatur

  1. Schadensanalyse: Lage, Tiefe, Einfluss auf Statik/Sicherheit prüfen.
  2. Reinigung und Abklebung der Umgebung; staub- und fettfrei arbeiten.
  3. Politur oder Harzinjektion nach Herstellervorgaben; Aushärtung/UV beachten.
  4. Nachbearbeitung: Oberfläche plan prüfen; Verzerrungen aus Sichtfeldern vermeiden.
  5. Dokumentation: Vorher/Nachher-Fotos, Hinweis auf verbleibende optische Merkmale.

Wenn Austausch nötig ist – Hinweise

  • Maß/ Aufbau: Falzmaß, Glasdicke, Ug/g/Psi erfassen; Sicherheits- und Schallschutzanforderungen abstimmen.
  • Dichtkonzept: Innen luftdicht, außen schlagregendicht; mittlere Ebene gedämmt (Drei-Ebenen-Prinzip).
  • Klötzung: Trag- und Distanzklötze nach Schema; Spannungen vermeiden.

Wartung: Glasflächen schonend reinigen (pH-neutral), keine scheuernden Pads; Dichtungen pflegen, Entwässerung offenhalten.

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