Oberlichtfenster
Oberlichtfenster sind Fenster, die im oberen Wandbereich oder oberhalb anderer Fenster- und Türelemente eingebaut werden. Sie dienen vor allem der natürlichen Belichtung und optional der Belüftung von Innenräumen. In modernen wie klassischen Architekturen erfüllen sie sowohl funktionale als auch gestalterische Aufgaben.


Was ist ein Oberlichtfenster? – Funktionen und Eigenschaften
Oberlichtfenster sind horizontal oder vertikal positionierte Fenster oberhalb der Augenhöhe oder anderer Bauelemente. Sie lassen zusätzliches Tageslicht in den Raum und tragen zur natürlichen Belüftung bei, ohne die Privatsphäre oder Nutzbarkeit der Wandflächen zu beeinträchtigen.
Typische Merkmale:
- Platzierung: meist oberhalb von Türen, Hauptfenstern oder in hohen Räumen
- Verglasung: mit Isolierglas, Sicherheitsglas oder Ornamentglas erhältlich
- Öffnungsarten: festverglast, kippbar oder motorisch bedienbar
- Materialien: Kunststoff, Aluminium, Holz oder kombinierte Systeme
Sie werden oft in Fluren, Bädern, Bürogebäuden, Schulen oder Lofts eingesetzt – überall dort, wo Licht benötigt wird, aber keine bodentiefe Öffnung möglich oder sinnvoll ist.
Varianten und Einsatzbereiche von Oberlichtfenstern
Je nach Funktion und Einbauort sind Oberlichtfenster in verschiedenen Varianten erhältlich. Typische Ausführungen:
- Festverglasung: zur reinen Lichtnutzung ohne Lüftung
- Kipp-Oberlichter: mechanisch oder motorisch bedienbar zur gezielten Lüftung
- Oberlichter mit Klarglas oder Ornamentglas: je nach gewünschtem Sichtschutz
- Segment- oder Rundbogen-Oberlichter: für historische Gebäude oder besondere Designs
Einsatzorte:
- Innenräume ohne Außenwandkontakt: z. B. über Atrien oder in Flachdachbereichen
- In Verbindung mit Türen oder Fensteranlagen: optische Aufwertung, Lichtausbeute
- In Dachbereichen oder Lichtbändern: zur Deckenbeleuchtung bei gewerblichen Bauten
Hinweis: Oberlichtfenster sind auch als Bestandteil von barrierefreien Türen relevant – etwa zur Nachrüstung mit zusätzlichem Tageslicht ohne Eingriff in die Türfunktion.


Planung und Einbau von Oberlichtfenstern
Die Planung eines Oberlichtfensters erfordert genaue Abstimmung mit Raumhöhe, Nutzung und Wärmeschutz. Je nach Öffnungsart sind auch Bedienlösungen (z. B. Stab, Kette, Motor) vorzusehen.
- Position klären: Höhe, Breite und Anschluss an Tür- oder Fensterkonstruktionen
- Verglasung festlegen: z. B. Wärmeschutz, Schallschutz, Ornamentglas
- Öffnungsmechanik: fest, kippbar oder elektrisch – ggf. mit Sensorsteuerung
- Montage vorbereiten: Tragkonstruktion, Maueröffnung und Dichtungssysteme abstimmen
- Einbau nach RAL: luftdicht innen, schlagregendicht außen, Dämmung im Anschlussbereich
Praxistipp: In hohen Räumen oder über Türen empfiehlt sich der Einbau motorisch betriebener Oberlichter, die bequem per Wandtaster, Fernbedienung oder Smart-Home-System geöffnet werden können.