Bodentiefe Fenster
Bodentiefe Fenster erstrecken sich vom Fußboden bis zur oberen Leibung und schaffen großzügige Lichtverhältnisse sowie transparente Übergänge zwischen Innen- und Außenbereich. Sie tragen zur optischen Vergrößerung von Räumen bei und fördern Barrierefreiheit, indem sie schwellenlose Durchgänge ermöglichen. Gleichzeitig erfordern sie besondere Beachtung von Wärmeschutz, Statik und Sicherheitsanforderungen, um Funktionalität und Komfort dauerhaft zu gewährleisten.


Bodentiefe Fenster – Merkmale und Grundlagen
Bodentiefe Fenster zeichnen sich durch folgende Grundaspekte aus:
- Große Glasflächen: Maximierter Tageslichteinfall und ungehinderte Aussicht.
- Barrierefreiheit: Schwellenlose Ausführung ermöglicht einfachen Zugang zum Außenbereich.
- Rahmenhöhen: Niedrige Rahmenprofile für minimale Unterbrechung der Verglasung.
- Thermischer Schutz: Spezielle Isoliergläser und warme Rahmenaufbauten minimieren Wärmeverluste.
Diese Merkmale machen bodentiefe Fenster sowohl für Wohn- als auch Gewerbebauten attraktiv, verlangen jedoch sorgfältige Planung.
Varianten und Einsatzbereiche
Je nach Anforderung und Budget stehen verschiedene Ausführungen bodentiefer Fenster zur Wahl:
- Materialien: PVC für kostengünstige Lösungen, Holz-Alu und Vollholz für hohe Gestaltungs- und Dämmwerte, Aluminium für schlanke Profile und Langlebigkeit.
- Verglasungsoptionen:
- Zweifach- oder Dreifach-Isolierglas
- Sonnenschutzgläser (beschichtet oder mit eingebauter Jalousie)
- Sicherheits- und Einbruchschutzglas
- Öffnungsvarianten: Festverglasung, Dreh-Kipp, Parallel-Abstell, Schiebe- und Hebeschiebesysteme.
- Einsatzbereiche: Wohnraumverglasung, Wintergärten, Terrassenfronten, loftartige Küchen oder Bürotrakte.
Die Auswahl richtet sich nach energetischen Anforderungen, Designvorstellungen und Nutzungsprofil.


Planung und Montage bodentiefer Fenster
Die erfolgreiche Realisierung bodentiefer Fenster folgt einem strukturierten Vorgehen:
- Statik prüfen: Überprüfung der Laibung und Einbausituation auf Tragfähigkeit und Windlast.
- Maßaufnahme: Exakte Vermessung von Leibungshöhe, -breite und Anschlusssituationen.
- Dämm- und Abdichtungskonzept: Auswahl geeigneter Dichtbänder, Montageschaum und Wärmedämmplatten nach EnEV-Richtlinien.
- Montage:
- Rahmen ausrichten und lotrecht fixieren.
- Verschrauben am Mauerwerk unter Berücksichtigung von Dehnfugen.
- Innere und äußere Anschlussfugen abdichten und abschließend verkleiden.
- Funktions- und Dichtprüfung: Kontrolle der Öffnungsmechaniken, Dichtigkeitstest bei Regen- und Windlast.
Empfehlung: Fachgerechte Ausführung durch erfahrene Montageteams sichert Dauerfunktion und Energieeffizienz.