Aufsatzraffstore

Aufsatzraffstore sind außenliegende Sonnenschutzsysteme mit verstellbaren Lamellen, die direkt auf dem Fenster montiert und gemeinsam mit diesem eingebaut werden. Sie kombinieren effektive Verschattung mit flexibler Tageslichtsteuerung und werden häufig im Neubau eingesetzt.

Kunststofffenster

Aufbau und Funktion von Aufsatzraffstore-Systemen

Aufsatzraffstore bestehen aus einem Raffstorekasten, der auf dem Fensterrahmen sitzt und mit diesem zusammen in die Bauöffnung eingebracht wird. Die integrierten Lamellen verlaufen außen vor dem Fenster und lassen sich je nach Sonnenstand stufenlos verstellen.

Typische Merkmale:

  • Einheit mit dem Fenster: Kasten und Fenster werden als Kombisystem montiert
  • Lichtlenkung: verstellbare Lamellen aus Aluminium ermöglichen gezielte Tageslichtsteuerung
  • Kastensystem: mit Putzträgerplatte zur unsichtbaren Integration in die Fassade erhältlich
  • Motorbetrieb: serienmäßig mit elektrischem Antrieb, meist mit Funk- oder Busanbindung

Durch ihre Position vor der Verglasung verhindern Aufsatzraffstore ein Aufheizen der Innenräume und tragen so zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Gleichzeitig ermöglichen sie Sichtschutz ohne vollständige Verdunkelung.

Varianten und Einsatzmöglichkeiten von Aufsatzraffstore

Aufsatzraffstore gibt es in unterschiedlichen Ausführungen – je nach Lamellenform, Einbautiefe und Fassadentyp. Die Wahl richtet sich nach baulichen Gegebenheiten und Anforderungen an Optik, Schallschutz und Wärmedämmung.

Typische Varianten:

  • Flachlamellen (z. B. 60 mm): modernes Erscheinungsbild, geringerer Platzbedarf
  • Z-Lamellen (z. B. 80 mm): erhöhte Stabilität, bessere Abdunkelung und Windlastbeständigkeit
  • Aufsatzkästen mit Wärmedämmung: zur Minimierung von Wärmeverlusten im Anschlussbereich
  • Revision innen oder außen: je nach Wartungskonzept und Einbauhöhe

Einsatzbereiche:

  • Neubauten mit Anforderungen an modernen Sonnen- und Blendschutz
  • Mehrfamilienhäuser oder Bürogebäude mit großflächigen Fensterfronten
  • Sanierungen, bei denen Fenster und Sonnenschutz gleichzeitig erneuert werden

Aufsatzraffstore kombinieren Sichtschutz und Lichtkomfort in einem System und sind eine ästhetische Alternative zu Rollläden.

Planung und Montage von Aufsatzraffstore-Anlagen

Für die korrekte Integration eines Aufsatzraffstores ist die Abstimmung mit Fensterbauer, Fassadenplanung und Elektroinstallation erforderlich.

  1. Systemauswahl: Bestimmung der Lamellenart, Kastengröße und Revisionsrichtung
  2. Maßermittlung: Berücksichtigung der Gesamthöhe (Fenster plus Raffstorekasten)
  3. Einbindung in die Fassade: ggf. mit Putzträger für flächenbündige Integration
  4. Motorsteuerung: Planung der Stromzufuhr und Integration in Schalter, Funk- oder Smart-Home-System
  5. Montage: Vorabmontage von Fenster und Kasten, gemeinsamer Einbau in die Rohbauöffnung, Anschluss und Funktionstest

Wichtig ist die windstabile Führung der Lamellen durch Schienen oder Seile sowie ein exakter Anschluss an die Dämm- und Dichtungsebenen. Der elektrische Antrieb sollte auf die Gebäudesteuerung abgestimmt sein.

Nach oben scrollen