Bodenfenster

Bodenfenster, auch als Bodeneinbau- oder Lichtschachtfenster bezeichnet, sind fest integrierte Glasflächen im Fußboden oder in Bodennischen. Sie ermöglichen die Belichtung unterer Geschosse wie Keller oder Garagen und schaffen zudem architektonische Akzente durch transparente Flächen im Boden. Bodenfenster sorgen für Tageslicht und natürliche Belüftung tiefer liegender Räume, erfordern jedoch besondere Beachtung von Tragfähigkeit, Abdichtung und Sicherheit. Eine sorgfältige Planung gewährleistet Funktionalität und Langlebigkeit.

Kunststofffenster

Bodenfenster – Begriff und Grundlagen

Bodenfenster sind flache, horizontale Fensterelemente, die bündig in den Boden eingelassen werden. Sie bestehen meist aus:

  • Tragfähigem Glas (z. B. Verbundsicherheitsglas, ESG/VSG)
  • Dichtungsrahmen aus Aluminium oder Edelstahl mit umlaufender Abdichtung
  • Entwässerungssystem oder -schlitze, um Stauwasser abzuleiten

Ihre Konstruktion muss statische Lasten tragen (Fußverkehr, Möbel, ggf. Fahrzeuge) und gleichzeitig höchste Dichtheit gegen Feuchtigkeit und Schmutz gewährleisten.

Varianten und Einsatzbereiche

Je nach Anwendung und Belastungsklasse gibt es unterschiedliche Ausführungen:

  • Fußgängerbelastete Bodenfenster: Belastbarkeit bis ca. 5 kN/m² für Wohnbereiche und Laubengänge.
  • Leichtfahrzeugtaugliche Bodenfenster: Bis 10 kN/m² für Garagenzufahrten oder Hofeinfahrten.
  • Materialkombinationen: Sicherheitsglas auf Aluminiumrahmen oder VSG auf Edelstahlrahmen.
  • Einbauarten: Aufgesetzte Rahmenkonstruktion oder eingelassene Variante mit Gefälle zum Abfluss.

Bodenfenster finden Anwendung in Kellerräumen, Wintergärten, Erschließungsbereichen und als Designelemente in Loft- oder Atelierwohnungen.

Planung und Montage von Bodenfenstern

Die fachgerechte Installation erfolgt in folgenden Schritten:

  1. Untergrund vorbereiten: Dämm- und Abdichtungsschicht einbringen, Gefälle zum Abfluss sicherstellen.
  2. Rahmen setzen: Bodenrahmen lotrecht und eben ausrichten, Anschlüsse gemäß Herstellerdetail abdichten.
  3. Glaseinheit einsetzen: Sicherheitsglas auf den Rahmen auflegen, umlaufend abdichten und verschrauben.
  4. Entwässerung installieren: Abflussrohre oder -schlitze anschließen, um eindringendes Wasser abzuleiten.
  5. Abschlussarbeiten: Ränder verfugen, Oberflächen an Bodenbelag anpassen und Funktionstest (Dichtigkeit, Belastung) durchführen.

Empfehlung: Die Montage sollte durch spezialisierte Fachbetriebe erfolgen, um Dichtigkeit und Tragfähigkeit dauerhaft sicherzustellen.

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