Bullauge Fenster

Bullauge-Fenster, auch als runde Fenster bekannt, sind ein markantes Gestaltungselement mit maritimem Flair. Sie sorgen für außergewöhnliche Lichtakzente und verleihen Fassaden oder Innenräumen eine besondere Ästhetik. Ob modern interpretiert oder klassisch verbaut – Bullaugen setzen gezielte Akzente in der Architektur.

Kunststofffenster

Merkmale und Besonderheiten von Bullauge-Fenstern

Bullauge-Fenster sind runde Fensteröffnungen, die ursprünglich aus dem Schiffbau stammen. Heute werden sie in der Architektur gezielt eingesetzt – sei es zur Auflockerung klarer Fassaden, als dekoratives Element oder zur Belichtung kleiner Räume wie Bäder oder Treppenhäuser.

Typische Merkmale:

  • Runde Bauform – meist Durchmesser zwischen 30 cm und 80 cm
  • Rahmen aus Aluminium, Kunststoff oder Holz, je nach Design und Verwendungszweck
  • Festverglasung oder drehbarer Öffnungsflügel, seltener mit Kippmechanismus

Durch ihre Form erzeugen Bullaugen eine besondere Lichtführung mit weichen Schattenverläufen. Sie sind ideal, um monotone Fassaden zu durchbrechen oder gezielte Einblicke und Ausblicke zu schaffen – z. B. als stilvolles Element in der Haustür oder Giebelwand.

Varianten, Materialien und Einsatzbereiche

Bullauge-Fenster gibt es in vielen Design- und Funktionsvarianten – von rein dekorativ bis voll funktional:

  • Festverglasung: Für dauerhafte, wartungsarme Lichtöffnungen
  • Öffnungsflügel: Drehbar gelagert, oft mit Glanz auf maritimes Design
  • Dekorative Fenster: Mit Sprossen, Ornamentglas oder Metallbeschlägen

Geeignete Materialien:

  • Kunststoff: Pflegeleicht, witterungsbeständig, ideal für Bad oder Gäste-WC
  • Holz: Für traditionelle oder stilvolle Innenräume
  • Aluminium: Stabil und modern – auch für große Durchmesser geeignet

Einsatzbereiche:

  • Badezimmer, Treppenhäuser, Dachgauben
  • Haustüren oder Nebeneingänge mit Lichtausschnitt
  • Gartenhäuser, Wintergärten oder Fassadenakzente im modernen Wohnbau

Auch in Innenwänden können Bullaugen eingesetzt werden – etwa als Lichtöffnung zwischen Räumen, um Tageslicht weiterzugeben oder Sichtachsen zu schaffen.

Planung und Montage von Bullauge-Fenstern

Die Montage eines Bullauge-Fensters erfordert exakte Vorarbeit, da es sich nicht um standardisierte rechteckige Öffnungen handelt. Bei richtiger Ausführung ist das Ergebnis optisch und funktional überzeugend.

  1. Aufmaß: Exakte Ermittlung des Durchmessers und eventueller Putz- oder Dämmstärken
  2. Wandöffnung vorbereiten: Runde Öffnung ausschneiden oder mit Kernbohrung erstellen – tragfähiger Untergrund nötig
  3. Fenster einsetzen: Rahmen exakt mittig ausrichten, mit Montagekleber oder Schrauben sichern
  4. Abdichtung: Rundum luft- und schlagregendicht – elastische Dichtstoffe oder Kompriband verwenden
  5. Innen- und Außenabschluss: Je nach Einbau: flächenbündig, mit Zierblende oder Laibungsprofilen

Hinweis: Bei Außenmontage ohne Dachüberstand empfiehlt sich eine witterungsbeständige Variante mit integriertem Wasserablauf oder Tropfkante. In Feuchträumen sollte die Ausführung immer kondensatbeständig und belüftbar sein.

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