Denkmalschutzfenster

Denkmalschutzfenster sind speziell angefertigte Fenster, die die gestalterischen Vorgaben des Denkmalschutzes erfüllen und gleichzeitig moderne Anforderungen an Wärmeschutz, Schallschutz und Sicherheit berücksichtigen. Sie werden in historischen Gebäuden eingesetzt, um das originale Erscheinungsbild zu bewahren.

Denkmalschutzfenster
Denkmalschutzfenster

Merkmale und Aufbau von Denkmalschutzfenstern

Denkmalschutzfenster orientieren sich an historischen Vorbildern und werden meist als Maßanfertigung hergestellt. Dabei werden traditionelle Profile, Sprossen und Beschläge mit modernen technischen Eigenschaften kombiniert.

Typische Merkmale:

  • Rahmenmaterial: in der Regel Holz, optional Holz-Aluminium-Kombination für Außenschutz
  • Sprosseneinteilung: nach historischem Vorbild – glasteilend, aufgesetzt oder innenliegend
  • Beschläge: traditionelle Optik mit moderner Funktionalität (z. B. Dreh-Kipp)
  • Verglasung: Wärmeschutzverglasung, optional mit Schallschutz oder Sicherheitsglas

Der Fokus liegt auf der detailgetreuen Nachbildung historischer Fensterformen, Profilierungen und Farbtöne, um den Charakter des Gebäudes zu erhalten.

Varianten und Einsatzbereiche von Denkmalschutzfenstern

Denkmalschutzfenster sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich je nach Bauzeit, Architektur und den Vorgaben der Denkmalschutzbehörde unterscheiden.

Typische Varianten:

  • Kastenfenster: doppelte Rahmenkonstruktion mit Innen- und Außenflügel
  • Verbundfenster: fest gekoppelte Flügel mit moderner Isolierverglasung
  • Einfachfenster: schlanke Profile mit traditioneller Sprossenteilung
  • Sonderformen: Rundbogenfenster, Stichbogenfenster oder Segmentbögen

Einsatzbereiche:

  • Historische Wohnhäuser, Schlösser und Herrenhäuser
  • Denkmalgeschützte Altstadtensembles
  • Kirchen, Museen und öffentliche Gebäude

Die Abstimmung mit der Denkmalbehörde ist verpflichtend, um Gestaltung und Technik genehmigen zu lassen.

Denkmalschutzfenster
Denkmalschutzfenster

Planung und Einbau von Denkmalschutzfenstern

Der Einsatz von Denkmalschutzfenstern erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Denkmalpflege, Architekt und Fachbetrieben. Ziel ist es, die historische Optik zu erhalten und gleichzeitig bauphysikalische Standards zu erfüllen.

  1. Bestandsaufnahme: Dokumentation der bestehenden Fensterformen, Profile und Beschläge
  2. Abstimmung: Klärung der Vorgaben mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde
  3. Systemauswahl: Entscheidung für Fensterkonstruktion und Verglasung passend zum Baujahr
  4. Maßanfertigung: individuelle Fertigung unter Berücksichtigung der originalgetreuen Details
  5. Montage: fachgerechter Einbau mit Rücksicht auf historische Bausubstanz und luftdichter Anschluss

Besondere Sorgfalt gilt der Verbindung von Alt und Neu, um Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden und die Anforderungen an Energieeffizienz und Schallschutz zu erfüllen.

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