Fenster mit Unterlicht

Fenster mit Unterlicht besitzen ein zusätzliches feststehendes Fenster- bzw. Glas­element unterhalb des Hauptflügels. Sie erweitern die Glasfläche, erhöhen den Lichteinfall und schaffen eine harmonische Fassadengliederung. Unterlichte kommen häufig in Alt- und Neubauten zum Einsatz und lassen sich mit unterschiedlichen Öffnungsarten kombinieren. Neben gestalterischen Aspekten spielen Abdichtung und Wärme­schutz eine wichtige Rolle. Im Folgenden erfahren Sie Grundlagen, Varianten und Montage­hinweise.

Fenster mit Unterlicht
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Fenster mit Unterlicht – Grundlagen und Funktion

Unterlichtfenster bestehen aus zwei Bestandteilen:

  • Oberer Flügel: Ein- oder mehrflügeliger Dreh-Kipp-, Schiebe- oder Festflügel für Lüftung und Reinigung.
  • Unteres Festlicht: Feste Verglasung ohne Beschlag, die den unteren Laibungsbereich bis zur Fensterbank ausfüllt.

Die Kombination erhöht den Lichteintrag bei gleichzeitig guter Wärmedämmung und ermöglicht großzügige Glasflächen ohne Balkenschwelle.

Varianten und Ausführungsmöglichkeiten

Je nach Anforderung sind folgende Unterlicht-Varianten möglich:

  • Einfaches Unterlicht: Festverglasung unter einem einzelnen Oberflügel.
  • Mehrflügel-Kombination: Zwei oder mehr Oberflügel mit durchgehendem Unterlicht.
  • Materialien und Profile: PVC-Mehrkammer, Holz-Alu-Kombination oder Vollaluminium.
  • Verglasung: Zweifach- oder Dreifachisolierglas, ggf. mit Warm-Edge-Abstandhalter und Sonnenschutzbeschichtung.
  • Gestaltung: Innen/außen Bi-Color-Optionen, Folierungen oder Pulverbeschichtungen in RAL-Tönen.

Die Auswahl richtet sich nach Energieeffizienz, Pflegeaufwand und architektonischen Vorgaben.

Fenster mit Unterlicht

Planung und Montage von Unterlichtfenstern

Für eine fachgerechte Umsetzung beachten Sie folgende Schritte:

  1. Maßaufnahme: Breite, Höhe des Oberflügels und Höhe des Unterlichts gesondert an drei Punkten messen; kleinster Wert = Bestellmaß.
  2. Profil- und Verglasungswahl: Abstimmung von Rahmenprofil, Glasaufbau und Abdichtungskonzept (Dichtbänder innen/außen).
  3. Einbau:
    1. Unterlichtrahmen ausrichten und nivellieren, Montageschaum anbringen.
    2. Oberer Flügelrahmen einpassen und verschrauben.
    3. Fugen mit Montageschaum füllen, Kompriband und Abdichtmasse gemäß RAL-Montagerichtlinie anbringen.
  4. Funktions- und Dichtheitsprüfung: Öffnungsmechanik testen, Schlagregen- und Luftdichtheit prüfen.
  5. Abschlusskontrolle: Sichtprüfung der Fugen, Kontrolle der Glasleisten und Endreinigung.

Eine präzise Montage durch erfahrene Monteure stellt sicher, dass Unterlichtfenster optisch überzeugen und ihre technischen Werte langfristig erfüllen.

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