Fensterverglasung

Die Fensterverglasung ist ein zentraler Bestandteil moderner Fenster und hat entscheidenden Einfluss auf Wärmedämmung, Lärmschutz, Einbruchschutz und Lichtdurchlass. Je nach Wohnsituation und Nutzung gibt es unterschiedliche Glasarten – von 2-fach-Isolierglas über 3-fach-Verglasung bis hin zu Spezialglas. Erfahren Sie hier, welche Verglasung sich wann lohnt und wie Sie die richtige Wahl treffen.

Fensterverglasung
ALUPLAST IDEAL 8000 ALUSKIN

Welche Arten von Fensterverglasung gibt es?

Die Verglasung bestimmt maßgeblich die technischen Eigenschaften eines Fensters. Gängige Varianten im Überblick:

  • 2-fach-Isolierverglasung: Standard bei vielen Bestandsbauten, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 3-fach-Verglasung: Höherer Wärmeschutz (U-Wert bis 0,5 W/m²K), ideal für Neubau und Sanierung
  • Schallschutzverglasung: Spezielle Scheibenaufbauten für ruhige Innenräume (bis 50 dB)
  • Sicherheitsverglasung: ESG (Einscheibensicherheitsglas) oder VSG (Verbundsicherheitsglas) für erhöhten Einbruchschutz
  • Sonnenschutzglas: Reduziert Hitzebildung im Raum durch reflektierende Beschichtungen
  • Ornament- & Milchglas: Für Sichtschutz bei gleichzeitigem Lichteinfall – z. B. im Bad

Tipp: Viele Fenster lassen sich kombiniert verglasen – z. B. 3-fach mit Schallschutz oder Sicherheitsglas außen.

Wie wählt man die richtige Fensterverglasung aus?

Die Auswahl der passenden Verglasung hängt vom Einsatzbereich, den energetischen Zielen und dem Sicherheitsbedarf ab. Hier einige Entscheidungshilfen:

  • Wohnräume & Schlafzimmer: 3-fach-Verglasung mit gutem U-Wert für Heizkosteneinsparung
  • Kinderzimmer oder Erdgeschoss: Sicherheitsverglasung (VSG) für erhöhten Schutz
  • Innenstadt oder Hauptstraße: Schallschutzklasse 3 oder 4 für ruhiges Wohnen
  • Wintergarten oder Südseite: Sonnenschutzglas zur Reduktion von Hitze
  • Bad & WC: Ornament- oder Milchglas für mehr Privatsphäre

Wichtig: Achten Sie bei der Auswahl auch auf den Gesamt-U-Wert (Uw) des Fensters – dieser setzt sich aus Rahmen (Uf), Glas (Ug) und Abstandhalter zusammen.

Strukturglas

Welche Zusatzfunktionen und Förderungen sind möglich?

Fensterverglasungen können heute mehr als nur isolieren. Viele Modelle verfügen über Extras wie:

  • Wärmeschutzbeschichtung: Für bessere Dämmung trotz dünnerem Glas
  • Warme Kante (Abstandhalter): Reduziert Wärmebrücken und Kondensatbildung
  • Einbruchhemmung nach RC2: Kombination aus Sicherheitsglas und Spezialbeschlägen
  • Smart Glas: Automatisch tönende Scheiben auf Knopfdruck (hochpreisig)

Förderung möglich: Im Rahmen energetischer Sanierungen können 3-fach-verglaste Fenster mit niedrigem Uw-Wert über BAFA oder KfW gefördert werden. Voraussetzung: Einbau durch Fachbetrieb und Nachweis der technischen Werte.

Fazit: Die richtige Fensterverglasung zahlt sich langfristig aus – durch mehr Wohnkomfort, Energieeinsparung und Sicherheit. Eine gute Beratung oder Konfiguration ist hier entscheidend.

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